Tadschikistan – Quelle der grünen Energie

17.03.2020 14:12

 ccbd0434699a01cbdbf38c863267fd71.png  Nach Angaben des Ministeriums für Energie- und Wasserressourcen der Republik Tadschikistan verfügt Tadschikistan über größten Süßwasserreserven und die Wasserressourcen spielen eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Gegenwärtig sind die Wasserressourcen die Hauptquelle für die Energieerzeugung und etwa 95% der Elektrizität in der Republik Tadschikistan wird durch Wasserkraftwerke erzeugt. Über 60% aller Süßwasserressourcen in Zentralasien formieren sich auf dem Territorium der Republik.

Im ganzen Land fließen etwa 947 Flüsse, deren Gesamtlänge 28.500 km beträgt. Der Amu- Darya und der Syr-Darya sind die größten und wichtigsten Flüsse des Landes. Der Amu-Darya wird durch den Zusammenfluss der Flüsse Pandsch, Vachsch, Kofarnihon sowie Surchob gebildet. In allen Flüssen des Landes gibt es mehr als 350 Wasserkraftwerke. Das spricht dafür, dass Tadschikistan über reiches erneuerbares Energiepotenzial verfügt. Tadschikistan wird in dieser Hinsicht als Pilotland im UN-Programm für „Nachhaltige Energie für alle“ anerkannt.

Tadschikistan verfügt über enorme Energieressourcen, allen voran seine Wasserkraftkapazität von 527 Milliarden kWh pro Jahr und belegt damit weltweit den ersten Platz. Offiziellen Statistikangaben zufolge beträgt die durchschnittliche jährliche Stromerzeugung in der Republik Tadschikistan etwa 17 Milliarden kWh, hauptsächlich durch Wasserkraft. 95 % der Elektrizität im Land wird aus Wasserkraftwerken erzeugt, davon 94 % aus großen und mittleren Wasserkraftwerken.

"Der Bau von Wasserkraftwerken und Stromübertragungsleitungen wird zu einer nachhaltigen Entwicklung sowie Verbesserung des Lebensstandards nicht nur der Bevölkerung Tadschikistans, sondern auch der gesamten Region beitragen", so Präsident der Republik Tadschikistan Emomali Rahmon im September 2015 während des hochrangigen Forums der der Dürre ausgesetzten Entwicklungsländer in New York City.

Innerhalb der 29 Jahren der Unabhängigkeit der Republik Tadschikistan wurden etwa 25 Investitionsprojekte mit einem Volumen von über 2,4 Milliarden US-Dollar im Energiesektor umgesetzt, die zu positiven Ergebnissen in diesem Bereich geführt haben. Zu den wichtigsten Errungenschaften des Sektors gehören die Inbetriebnahme neuer Elektrizitäts-Leistungskapazitäten wie Wasserkraftwerke Sangtuda-1 (670 MW), Sangtuda-2 (220 MW), Wärmekraftwerk Duschanbe-2 (400 MW), und Kleinwasserkraftwerke (30 MW) mit einer Gesamtkapazität von 1320 MW, der Bau von 500-kW-Umspannwerken "Duschanbe-500" und "Sughd-500", geschossene SF6-Verteilungsvorrichtung 500-kW im Wasserkraftwerk „Nurek“, die 500-kW-Übertragungsleitung „Süd – Nord“, zwei 500-kW-Übertragungsleitungen von Wasserkraftwerk Roghun bis zum Umspannwerk "Dushanbe-500", 220-kW-Umspannwerke "Lolazor“, „Khatlon", "Aini", "Shahriston", "Shahrinav", "Geran-2", geschossene 220-kW- SF6-Verteilungsvorrichtung in Wasserkraftwerken „Nurek“ und Kayrakkum, die 220 kW- Stromübertragungsleitungen "Lolazor-Khatlon", "Tadschikistan-Afghanistan", "Khujand-Aini", "Kayrakkum-Asht", "Geran-Rumi", "Kayrakkum-Sugd" und "Aini-Rudaki".

Tadschikistan beabsichtigt gemäß der nationalen Entwicklungsstrategie seine Energiekapazität bis zum Jahr 2030 auf 10.000 Megawatt zu erhöhen. Diese Maßnahmen zielen nicht nur auf die kurzfristige Entwicklung des unabhängigen Tadschikistans ab, sondern auch auf die regionale Verbesserung der Energieversorgung.

Neben der Tatsache, dass die Flüsse Tadschikistans die Grundlage für die Wasserkraftkapazität des Landes bilden, besteht eine ihrer Besonderheiten darin, dass das Wasser aller Flüsse gemäß den weltweiten Standards als Trinkwasser anerkannt wurde. Aus diesem Grund wurde auf Initiative des Präsidenten der Republik Tadschikistan Emomali Rahmon bei der UN-Generalversammlung das Jahr 2003 zum "Internationalen Jahr des sauberen Wassers", 2005-2015 zur Internationalen Aktionsdekade "Wasser für das Leben", 2013 zum "Internationalen Jahr der Zusammenarbeit in der Wasserssektor" und schließlich 2018-2028 zur Internationalen Aktionsdekade "Wasser für nachhaltige Entwicklung" erklärt.

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